Der Tiber entspringt per Dekret in der Romagna: die 1923 verschobene Grenze am Monte Fumaiolo
Die Tiberquelle liegt auf 1.268 Metern am Monte Fumaiolo in der Gemeinde Verghereto, und bis 1923 gehörte dieser Hang zur Toskana, zur Provinz Florenz. In jenem Jahr ließ Mussolini die Grenze zwischen den Provinzen Florenz und Forlì verschieben, damit die Quelle in seiner Heimat Romagna lag: Der Fluss Roms sollte in der Provinz entspringen, in der er selbst geboren war. Am 15. August 1934 wurde an der Quelle ein Marmordenkmal mit Adler und Kapitolinischer Wölfin eingeweiht, mit der Inschrift „Hier entspringt der Fluss, der den Schicksalen Roms heilig ist“. In Balze di Verghereto markiert eine Säule aus dem Forum Romanum den Beginn der Straße zum Berg.
