Latina hieß einmal Littoria: 1932 auf trockengelegten Sümpfen gegründet, 1945 umbenannt
Am 30. Juni 1932 wurde der Grundstein gelegt, am 18. Dezember war die Stadt schon eingeweiht. Sie hieß Littoria und stand auf den trockengelegten Pontinischen Sümpfen südlich von Rom. Die Siedler kamen vor allem aus Nordostitalien, die Höfe wies ihnen die Opera Nazionale Combattenti zu; 1934 wurde der Ort Provinzhauptstadt. Mit Dekret vom 9. April 1945 wurde aus Littoria Latina, auf Wunsch der örtlichen Behörden, die vom Faschismus abrücken und der Auflösung entgehen wollten. Heute zählt Latina 127.379 Einwohner, nach Rom die zweitgrößte Stadt Latiums; die venetischen Mundarten der Siedler leben nur noch in den Dörfern ringsum fort.
