Pisa hat nicht einen schiefen Turm, sondern drei, und der schiefste ist nicht der berühmte
Der Glockenturm des Doms von Pisa, begonnen am 9. August 1173 und 57 Meter hoch, neigt sich heute um 3,97 Grad; 1993, vor den Sicherungsarbeiten, stand die Spitze rund 4,47 Meter aus dem Lot, fast 5,5 Grad. Doch der weiche Boden aus Ton und Sand unter der Stadt hat noch zwei weitere Glockentürme verbogen. Der achteckige von San Nicola, wohl aus der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts, mit einer innen frei laufenden Wendeltreppe, ist um 2,5 Grad geneigt. Der von San Michele degli Scalzi, auf der Seite zum Arno, kippt um 5 Grad zum Fluss hin: mehr als der Turm. Nur fotografiert sich davor niemand.
