Die Klause von Salorno: wo die deutsche Sprachwelt endet
Bei Salorno, auf Deutsch Salurn, im Süden Südtirols, verengt sich das Etschtal zwischen dem Monte Alto und dem Hochplateau von Favogna. Durch diese Klause verläuft die Sprachgrenze zwischen deutschem und italienischem Gebiet, eine Linie, die sich um 1600 herausbildete, sich im 19. Jahrhundert verfestigte und von politischen Grenzen unabhängig ist. Am 5. September 1946 unterzeichneten Alcide De Gasperi und Österreichs Außenminister Karl Gruber am Rande der Pariser Friedenskonferenz das Abkommen, das den Südtirolern Schulen in der Muttersprache und den amtlichen Gebrauch des Deutschen garantiert. Es wurde Anhang IV des Friedensvertrags von 1947.
