🔔 Der Italien-Almanach

21. September

Geschichten und Kuriositäten zum 21. September, aus dem Italien der tausend Glockentürme.

Von hier in die Welt 📅 1817

Von Rapallo nach San Francisco: Ghirardellis Schokolade

Domenico Ghirardelli kam 1817 in Rapallo an der ligurischen Küste zur Welt, als Sohn eines Gewürzhändlers. Mit zwanzig ging er nach Uruguay, dann führte er eine Konditorei in Lima. Der Goldrausch zog ihn 1849 nach Kalifornien: Ein paar Monate suchte er selbst nach Gold, dann begriff er, dass Schokolade für die Goldgräber das bessere Geschäft war. 1852 gründete er in San Francisco seine Firma; die alte Fabrik lebt heute als Ghirardelli Square weiter, mit dem ligurischen Namen in Riesenlettern über der Bucht.

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Kurz notiert

Spruch des Tages

Im September streitet die Nacht mit dem Tag

Ein altes italienisches Sprichwort lässt im September die Nacht mit dem Tag um die Stunden streiten: Die Tagundnachtgleiche rückt näher. In Aiello del Friuli, einem Dorf im äußersten Nordosten Italiens, lässt sich dieser Streit an den Hauswänden ablesen: Der Ort ist als Dorf der Sonnenuhren bekannt, die Fassaden tragen gemalte Zifferblätter, und seit 2001 werden dort am letzten Maisonntag bei einem Fest die neuen Sonnenuhren vorgestellt. Dass die Tage kürzer werden, ist hier keine Redensart, sondern eine Sache der Schatten.

📍 Aiello del Friuli →
Unmögliche Geografie

Das Stück Mailand, das Mailand nicht berührt

Auf dem Papier gehört San Colombano al Lambro zur Metropolitanstadt Mailand, doch wer hinfährt, muss fremde Provinzen durchqueren: Der Ort ist die einzige Exklave des Mailänder Gebiets und grenzt ausschließlich an Gemeinden der Provinzen Lodi und Pavia. Sein Hügel, eine einzeln stehende Erhebung von 147 Metern mitten in der Poebene, beschert der lombardischen Hauptstadt zudem eine Überraschung: Der hier angebaute Wein San Colombano trägt die einzige DOC-Herkunftsbezeichnung der Provinz Mailand.

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