Der Kirchturm im Reschensee
Aus dem Wasser des Reschensees im oberen Vinschgau, ganz im Norden Italiens, ragt ein Kirchturm aus dem 14. Jahrhundert. Er ist der letzte sichtbare Rest des alten Dorfes Curon, auf Deutsch Graun, das 1950 überflutet wurde, als ein Staudamm die beiden kleinen Alpenseen von Curon und Resia zu einem einzigen Stausee vereinte. Die Häuser wurden abgerissen, die Bewohner mussten in den neu errichteten Ort an der Ostseite des Tals ziehen, das heutige Curon Venosta. Der verschonte Turm steht heute allein im See, Denkmal und Anziehungspunkt zugleich.
